Fig. 23 Manipulator und Minderbeton

Der durch Klimawandel ansteigende Meeresspiegel macht Wohnen in flachen Ländern zunehmend gefährlicher. Zweiebenenbauten können vor Katastrofen schützen.
Durchführbar ist dies nur mit preiswertesten Verfahren in Selbsthilfe.
Minderbeton: Die Verwendung von Erden, die mit Pflanzenmaterial verfestigt sind, hat Jahrtausendtradition. Bei modernen Verfahren setzt man geringe Mengen Zement zu.
Man kann mit Vor-Ort-Materialien mit Hilfe von Knetmaschinen und Plattenrüttlern liegend Wände herstellen. Die Grundsätze des Stahlbetonmassivbaus lassen sich übertragen, indem man Zugzonen mit langfaserigen Pflanzen bewehrt. Im Hinblick auf Korrosion ist dies sogar besser, als Stahl.
Wissenschaftliche Voruntersuchungen sind natürlich nötig.
Zwischen die Wände werden traditionelle Wohnbauten eingefügt.
Einzelne Bauten A werden befestigt und enthalten Trinkwasserreserven.
Der Unterraum kann moderne Arbeitsplätze enthalten, deren Installationen bei Katastrofengefahr hochgezogen werden.



Fig. 24. Weiterer Hochwasserschutz: Notdeiche.
Abstrakt gesehen ist der Mani ein Gerät, das grosse Lasten heben kann.
Er eignet sich für unterschiedlichste Anwendungen, wie versenkbare Tribünen von Freilufttheatern,  Abschlüsse von Deichöffnungen "auf Knopfdruck" u.s.w.
Beim vorliegenden Beispiel überbaut man Uferwege mit ca. 15m langen Betonteilen, die man bei drohendem Hochwasser aufrichtet.
Das zugehörige Erdbauwerk (u.A. Rammpfähle 1 und Sickerschutz 2) wird durch das hohe Gewicht des Damms vereinfacht.
Man kann die Betonteile durch aufgesteckte Stützen 3 und Holztafeln 4, z.B. handelsübliche Schaltafeln, erhöhen.

Die Bauweise ist besonders preiswert und vermeidet logistische Probleme anderer Systeme.