Geschossbau

Fig. 6 zeigt als einfachen Fall einen zweigeschossigen Takt. 6a: von unten nach oben eine (oder zwei) Geschossdecken, zwei Seitenwände und zwei Stirnwände (gestrichelt). 6b: Stirnwände (nicht gezeigt) und Seitenwände sind aufgerichtet. 6c. Der Mani M hebt eine Decke (gestrichelt) schräg an und legt sie auf die Wandoberkanten. Er wird dabei von zwei Wandreitern R unterstützt, die hauptsächlich Steuerfunktion haben und daher handbetrieben sein können. Eine zweite nicht gezeigte Decke kann auf halber Höhe eingefädelt werden. Statisch ist dies nicht nötig, da man die Knicklänge der Wände zweigeschossig gestalten kann. Zweigeschossige Wohnhallen bieten besonders effiziente und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.



Die Bauweise eignet sich für Geschossbauten mit tragenden Innenwänden.
Das Beispiel zeigt niedrige viergeschossige Bauten ( KG + EG + OG + DG ). Die Stirnwände können fugenlos drei- bis viergeschossig im ersten Takt gebaut werden, während der zweite Takt durch Elastomerlager akustisch getrennt werden kann. Eine südliche Querwand kann als Leichtteil ein Luft - Solarkollektor für Heizung sein.
( Wassererwärmung durch biomassegestützte BHKW)


Grosse Geschossbauten sind meist Blöcke oder Hochhäuser (Wolkenkratzer) als Punktbauten. Raumaufteilung variabel mit Leichtwänden.
Die akustischen Forderungen kann man erfüllen, wenn man den Flankenschall vermeidet.
(Absorberschotts und Helmholtzresonatoren )
Es ergeben sich Deckenfertigteile in der Grösse von Bauabschnitten, die man auf Aussenwänden und inneren Stützen auflagert. (Fig. 7) Die Kraftverteilung geschieht von Nebenkassettenteilen  die von der federnd angehängten Unterdecke verdeckt sind, auf Hauptkassettenteile H


Montage: Fig. 7a zeigt den zweiten Takt eines Geschossbaus. Zunächst werden mit dem Standardmani Aussenwände und Innenstützen aufgerichtet. Die Aussenwände werden durch Stützgestelle gehalten und über Eck verbunden. Sie und gegebenenfalls auch Treppenhauswände dienen der Selbststabilisierung während des Hebevorgangs.
Die Decke wird nun von Stützen- und Wandreitern angehoben.

Sicherheit: Es wird mindestens eine der folgenden Massnahmen getroffen: 1. Jeder Mani hat zwei getrennte Mechanismen. Versagen einer Hälfte führt zum Anhalten der Bewegung aber nicht zum Absturz.
2. Selbsthemmende Mechanismen, die Abwärtsbewegungen verhindern.

Überhöhungen. Beim ersten Takt kann man die Unterlage durch 1 cm starke Hartschaumlagen formen. Die dabei entstehenden Stufen verschwinden hinter der Unterdecke. Bei mehrtaktigen Gebäuden muss die als Schalung dienende Geschossdecke unterstützt werden. Bei den Hauptkassetten kann dies durch Schrägstützen S geschehen. Die Nebenkassetten kann man mit vertikalen Stützen V versehen. Alle Decken eines Takts sollten in einem Zug betoniert werden, also die nächste Decke sofort, wenn der Beton etwas "angezogen" hat, aber noch kriechfähig ist.


Hochhäuser, “Wolkenkratzer”. (Fig. 8)
Wegen der Temperaturdehnungen können die Aussenwände nicht tragen. Man kann sie ganz weglassen, oder als preiswerte hochwertige (Öko-)Fassadenteile verwenden.
Fertigteile über 1000 m^2 sind kein Problem.
Windlasten, Gesamtaussteifung, Erdbebenschutz, mitwachsendes Bauzelt u.s.w. im konkreten Fall.
Bautempo: Man kann alle zwei Wochen einen Takt montieren.



Fig. 8a. Ökofassade. Da - ausser in Überlappungsbereichen - die Fassaden jeweils die oberste Lage sind, kann man sie mit Applikationen versehen. Dies können z.B. die mitbetonierten Unterkonstruktionen von Spiegeln sein, die Licht in die Tiefe des Raums leiten.